Die deutschen Kaffeesatz-Leser in den Wirtschaftsforschungsinstituten spielen wieder mit ihren Prognosen 
Erst haben sie das Wachstum für dieses Jahr nicht hoch genug schätzen können, bis zu 3,2 % (Kieler Institut für Weltwirtschaft). Jetzt kommen sie im Schatten und mit der Ausrede der Kreditkrise langsam auf den Teppich zurück, freilich nicht ohne ihr Vertrauen in die Konjunktur zu beschwören. Dabei wuchs die deutsche Wirtschaft bereits im 2. Quartal nur noch mit einer Jahresrate von 1,2 %. Und das sieht dann z.B. so aus: DIW Berlin senkt für 2007 von 2,6 % auf 2,4 % Wachstum ab, für 2008 auf nur noch 2,1 % und für 2009 gar auf nur noch 1,7 %, erklärt aber gleichzeitig "die Konjunktur bleibe in den kommenden beiden Jahren robust". Wie robust sind eigentlich 1,7 %?

Schaut man dann auf das Eingemachte der Einzelpositionen, so kann man nur noch staunen. Da sollen die privaten Konsumausgaben auf einmal und wunderbarerweise von 0,1 % Wachstum in 2007 auf die zwanzigfache Rate von 2 % in 2008 hochspringen, obwohl schon dieses Jahr gezeigt hat, wie falsch die Institute gerade in dieser Beziehung liegen. Dann sollen die Ausfuhren noch stärker als in diesem Jahr steigen, nämlich gleich um 7,8 %, obwohl viele Märkte für deutsche Produkte gegenwärtig müde werden.

Ja, diese Form von Wirtschaftsforschung aus dem Kaffeesatz können wir getrost vergessen. Sie macht nur einen Sinn: die staatlich subventionierten Institute wollen der Bundesregierung beim Gesundbeten helfen.

Quelle: www.jjahnke.net
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kommentar:

für kaffesatzleserei schmeißt die bundesregierung jede menge
geld aus dem fenster. man kann es auch sinnvoller einsetzen

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