Weltweiter Verschmutzungsrechtehandel - Eine gigantische Geldmaschine 

Das wahre Ziel der Klimaschützer in Politik und Wirtschaft ist nicht
die Vermeidung von CO2, sondern die Einführung eines restriktiven
Regulationsinstrumentes, welches sich Emissionszertifikat nennt.
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Die nächste Krise wirft schon ihre Schatten 
Sie kommt. Wann ist ungewiss, aber sie kommt. Die Hütchenspieler sind
schon wieder am Zocken.
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Ist der Neoliberalismus gescheitert? 
Auf den ersten Blick scheint diese Frage nur
schwer zu beantworten zu sein.
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Steuerreform - Jetzt! 
Da ich nun zahlreiche Zuschriften erhalten habe,
welche diesen Artikel Hilfreiche Tipps für den Schuldenminister Steinbrück
betreffen und dort ganb besonders der Tipp 4, habe ich mich entschlossen,
diesen Tipp in einem Extra-Beitrag näher zu erläutern.
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Insolvenzen 1. Halbjahr 2009 
Größte Unternehmensinsolvenzen in Deutschland im 1. Halbjahr 2009 nach Anzahl der betroffenen Beschäftigten
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Was haben Klimaforscher und Konsumforscher gemeinsam? 

Beide schwafeln vom Klima. Die einen vom Geschäftsklima,
die anderen vom Weltklima.
Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit.

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Herr Ackermann, seien sie ein Mann, treten sie zurück und schämen sie sich 
Herr Ackermann sagte, er würde sich schämen staatliche Hilfe in
Anspruch zu nehmen. Nun, dann wird es langsam Zeit das er dies
tut. Schämen meine ich.
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Was sie schon immer über Geld wissen wollten 
Wissen sie was Geld ist? Ja? Na dann schauen sie mal.
Möglicherweise werden sie eines besseren belehrt.
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Der Weltgeldbetrug 
Der grösste und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet z.Zt. durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.

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GEAB N°18 ist angekommen! 

Die sieben Sequenzen der Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise (2007 bis 2009)


- Pressemitteilung des GEAB vom 18. Oktober 2007 -


GEAB N°18 ist angekommen! Die sieben Sequenzen der Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise (2007 bis 2009)
Da nun endlich vielen bewusst wurde, dass wir in Krisenzeiten leben, kann nunmehr die Abfolge der Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise mit höherer Präzision vorhergesagt werden. Die kommenden Ereignisse werden nunmehr von den Verhaltensweisen und Reaktionen der Betroffenen überwiegend beinflusst, die nun weitgehend den bekannten Schemata der Psychologie folgen.

Die LEAP/E2020-Forschungsgruppe revidiert ihre bisherigen Aussagen insoweit, dass sie nunmehr davon ausgeht, dass die Aufprallphase der umfassenden weltweiten Krise von längerer Dauer sein wird als wir es noch vor einem Jahr, nämlich in der 8. Ausgabe des GEAB, prognostizierten.

Denn das Ausmaß und die Schwere der ersten Schockwelle auf den Banken - und Finanzbereich vom August 2007 ermöglichten unserer Forschungsgruppe die Erkenntnis, dass die Krise in sieben aufeinanderfolgenden Schockwellen ihre verheerende Wirkung entfalten wird; dabei werden einige dieser Wellen nur bestimmte Regionen der Welt erreichen, andere werden überall aufschlagen.

Wir gehen davon aus, das die Aufprallphase sich über einen Zeitraum von zwei Jahren erstrecken wird, nämlich vom Moment des Erreichens des Krümmungspunktes der Krise im April 2007 (vgl. 12. Ausgabe des GEAB) bis Ende 2009. Anschließend beginnt die Phase, die wir die "Dekantierungsphase" tauften (vgl. 5. Ausgabe des GEAB), während der sich die Kräfteverhältnisse der neuen Weltordnung austarieren und verfestigen werden.

Bis zum Juni 2007 haben wir in den einzelnen Ausgaben des GEAB die Erodierung und den Kollaps des bisherigen Systems antizipiert und vor den zu erwartenden Konsequenzen gewarnt. Nunmehr werden wir unser Hauptaugenmerk darauf richten, die sieben Sequenzen des Niedergangs zu prognostizieren. In der 18. Ausgabe des GEAB beschreiben wir diese sieben Folgen, wobei wir jeder Folge einen Zeitplan hinzufügen, aus dem ersichtlich sein wird, welche Dauer unsere Forschungsgruppe für jede einzelne Sequenz veranschlagt. Damit wird ein allgemeiner, übersichtlicher Zeitplan über den Ablauf der Krise verfügbar sein.
In dieser Pressemitteilung listen wir die sieben Sequenzen auf und stellen die erste vor:

Sequenz 1 - Die US-Verschuldung löst eine Kettenreaktion im Banken und -Finanzsektor aus: Was vor 100 Jahre die "Russlandanleihen waren" sind heute die "US-Schulden" (2. Quartal 2007 bis 3. Quartal 2008)

Sequenz 2 - Die Aktienmärkte, insbs. in Asien und den USA, brechen zusammen : innerhalb von zwei Jahren und je nach Weltregion Kursverluste von 30% bis 60%

Sequenz 3 - Die Immobilienblasen dieser Welt platzen: Großbritannien, Spanien, Frankreich und die Schwellenländer

Sequenz 4 - Die Krise erfasst das Währungssystem: Der Absturz des US-Dollar droht andere Währungen mitzureißen

Sequenz 5 - Stagflation der Weltwirtschaft - Rezessflation in den USA, Nullwachstum in Europa, Rezession

Sequenz 6 - Die Very Great Depression in den USA löst eine Sozialkrise aus; das US-Militär mischt sich verstärkt in die US-Politik ein

Sequenz 7 - Die geostrategischen Ereignisse, die die derzeitige Weltordnung umwerfen werden, beschleunigen sich abrupt: Angriff auf den Iran, Israel am Rande des Abgrunds, Chaos im Mittleren Osten, Energiekrise

Sequenz 1: Die US-Verschuldung löst eine Kettenreaktion im Banken und - Finanzsektor aus: Was vor 100 Jahre die
Wir haben es in der vorhergehenden Ausgabe des GEAB ausführlich dargestellt: Die US-Wirtschaft hat in den letzten zwei Jahrzehnten im wesentlichen überwiegend Schulden produziert und exportiert; dies ist Ursache der finanziellen Dimension der aktuellen umfassenden weltweiten Krise. Überschuldet sind in den USA eigentlich fast alle: Privathaushalte, Unternehmen und die öffentliche Hand. Im Laufe der Jahre wurde ein immer weiter wachsender Anteil dieser Schulden an ausländische Investoren verkauft, die damit überwiegend den "American Way of Life der letzten Jahre finanzierten. Und bei diesen Investoren setzt gerade die Erkenntnis ein, dass ihr Geld nicht so sicher angelegt ist wie sie bisher glaubten. Die besonders Argwöhnischen, bzw. besser ausgedrückt, die besonders Weitsichtigen unter den Gläubigern stellen sich sogar die Frage, ob sie überhaupt etwas von ihrem Geld wieder sehen werden. Die US-Schuldverschreibungen und -Schatzbriefe 2007 mit den Russlandanleihen zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu vergleichen, (die mit der Oktoberrevolution 1917 100% ihres Wertes einbüßten, da der Rechtsnachfolger des Zarenreichs, die Sowjetunion, ihre Anerkennung verweigerte), ist keinesfalls überzogen; zu ähnlich sind die Situationen. Denn die USA, deren Gesamtschulden inzwischen das Vierfache ihres Bruttosozialprodukts betragen, wären, wenn sie sich nicht einfach das Geld, das sie zur Deckung ihrer Verpflichtungen benötigen, selbst drucken könnten, bereits bankrott.


Noch ermöglicht den USA ihre zentrale Bedeutung in der herrschende Weltordnung (1) im allgemeinen und ihrer Währung auf den internationalen Finanzmärkten im besonderen, ihre Schulden dank des Wertverlustes des Dollars mit Geld zu begleichen, dass immer weniger den Wert repräsentiert, den diese Schulden hatten, als sie eingegangen wurden. Mit anderen Worten bezahlen die Amerikaner Kredite in gutem Geld mit schlechterem zurück. Diese Entwicklung sagten wir bereits in der 2. Ausgabe des GEAB vom Februar 2006 voraus. Auch verschleierten sie über Jahre ihre de fakto - Zahlungsunfähigkeit, indem sie über die großen Geschäftsbanken der Wall Street (und ihre gierigen internationalen Kompagnons) virtuelle Finanzprodukte verkauften, deren Wert sich nur auf abstruse mathematische Formeln stützte (die berühmten CDO - vgl. 17. Ausgabe des GEAB). Mit diesen Formeln kann man die Bonität einer Forderung in etwa so gut vorhersagen wie man in der Antike die Zukunft aus den Eingeweiden der geopferten Tiere ablesen konnte (dieser Vergleich ist sogar unter dem Aspekt richtig, dass auch bei dem heutigen Verfahren etwas ausgenommen wird, nämlich der Geldbeutel des Käufers). Heute sind diese scheinbaren Wertpapiere überall zu finden, ob in den Bilanzen der kleinen und großen Banken, bei den Hedge Fonds, in den Geldreserven der Firmen, im Anlagevermögen privater Investoren. Und mangels eines funktionierenden Marktes für diese Papiere hat niemand die geringste Ahnung, wie hoch ihr realer Wert ist, was an den Finanzmärkten nur eine euphemistische Formulierung dafür ist, dass ihr Wert sehr niedrig liegen dürfte (2).

Die Verlustzahlen, die die großen internationalen Banken in den letzten Tagen bekannt gegeben haben, kann doch eigentlich niemand glauben, der eins und eins zusammen rechnen kann: Angeblich hätte man in der Kreditkrise nur 20 Milliarden Dollar abschreiben müssen. Wenn die Liquiditätskrise des vergangenen Augusts bei den großen internationalen Banken lediglich zu einer Delle in der Gewinnentwicklung geführt hätte, warum in aller Welt hätten dann die großen Zentralbanken in ihrer Sorge, den allgmeinen Geldkreislauf flüssig zu halten (wobei ihnen selbst dies noch nicht einmal nachhaltig gelungen ist (3)) in bisher einmaliger Weise hunderte Milliarden Euro in das internationale Bankensystem pumpen sollen. Nur eine Erklärung ist hier überzeugend: Die Manipulation der Aktionäre, Sparer und Investoren hat einen Grad weit jenseits jeglicher Schamgrenze erreicht (4).

Gerade in den letzten Tagen haben die großen amerikanischen Banken einen Fonds von 75 Milliarden Dollar eingerichtet, der als Käufer eingreifen soll, falls die Gefahr bestehe, dass notleidende Hegde Fonds CDOs zu Dumpingpreisen verkaufen müssten. Damit soll verhindert werden, dass ein für alle Investoren und Finanzinstitutionen erkennbarer (niedriger bis niedrigster (5)) Marktpreis sich für die CDOS bildet. Wenn die Bankvorstände an die Wirksamkeit dieser Maßnahme glauben, dann sitzen sie wohl ihren eigenen Märchen vom Ende der Finanzkrise auf, die sie anderen auftischen wollen. Denn für LEAP/E2020 ist klar, dass die Bilanzposten, die sich nach und nach mit der zunehmenden Erkenntnis von der Wertlosigkeit vieler CDOs als Scheinvermögen herausstellen werden und wertzuberichtigen sind, sich nicht auf zehnstellige, sondern hundertstellige Milliardensummen beziffern.

Mit dieser Kriegskasse von 75 Milliarden Dollar hat der US-Finanzminister und ehemalige Goldman Sachs Vorstand Hank Paulson erreicht, dass auch die großen US-Banken einen Beitrag zur Bekämpfung der aktuellen Finanzkrise leisten. Er ist nach unserer Auffassung einer der wenigen US-Politiker, die zumindest eine gewisse Ahnung vom Ausmaß der Krise haben und vorausschauend Gegenmaßnahmen ergreifen wollen (6) (im Gegensatz zu Ben Bernanke, dem Vorsitzenden der US-Zentralbank, der erst tätig wird, wenn er in Zugzwang geraten ist). Nach unserer Einschätzung versucht Paulson zu verhindern, dass die Liquiditätskrise zu einer einer umfassenden Vertrauenskrise gegenüber allen US-Finanzprodukten und - Anleihen ausufert. Es ist im wohl klar geworden, dass dieses Ziel nicht ausschließlich durch Maßnahmen der Zentralbanken erreicht werden kann.

Denn auch nach zwei Monaten massiver Geldzuschüsse der Zentralbanken in den Geldmarkt, einer agressiven Senkung der US-Leitzinsen um 0,5% und einer Pause in den Zinserhöhungen durch die EZB, ist der internationale Geldmarkt noch weit vom Normalzustand entfernt. Bis jetzt haben die großen Banken und Finanzinstitutionen, inbs. die amerikanischen, in der optimistischen oder wohl eher naiven Einschätzung von einer baldigen Besserung der Situation nur auf Zeit gespielt oder versucht, die Verluste weitgehend aus ihren Bilanzen auszulagern, indem sie sie auf Töchtergesellschaften verlagerten, eine Manipulation, bei der der gesamte Finanz- und Bankenbereich Hilfestellung leistete. Natürlich stehen die US-Banken bei dieser Krise in der ersten Linie, denn es ist ihr Markt, der dabei ist zusammen zu brechen. Damit ist die Schaffung dieses Fonds, dieser "Kriegskasse", ein Indiz dafür, dass auch den großen US-Banken bewußt ist, dass den Finanzmärkten eine neue Schockwelle bevorsteht, die noch stärker sein wird als die vom vergangenen August; unsere Forscher gehen davon aus, dass diese neue Schockwelle zwischen November 2007 und Februar 2008 aufschlagen wird.

LEAP/E2020 geht davon aus, dass vor Ablauf eines Jahres noch keine keine genaue Angabe über den Umfang der Verluste aus der Subprime-Krise und ihrer Verbreitung und Verstärkung via der CDOs gemacht werden kann. Doch während dieses Jahres wird das Vertrauen in das US-Finanzsystem (7) und damit auch mittelbar in die gesamten westlichen Finanzsysteme weiter schwinden. Während der nächsten Monate verfügt die US-Zentralbank über keinen weiteren Spielraum für Zinssenkungen, es sei denn, sie nähme in Kauf, dass der Dollarkurs in einen Sturzflug übergeht (8). Dies ist übrigens ein Szenario, dass die Wirtschaftspartner der USA (insbs. die Europäer, aber auch - diskreter - die Chinesen) vorhersehen und zu vermeiden versuchen.

Wenn wir auch in den vorhergehenden Ausgaben ausführlich dargelegt haben, welches die vorhersehbaren Auswirkungen dieser Finanzkrise auf die Länder sein werden, die große Mengen US-Anleihen gekauft haben, so darf man jedoch auch nicht vergessen, dass diese Krise auch in den USA schmerzhaft spürbar sein wird: Beinahe 30% der US-Schuldentitel gehören privaten US-Investoren. Wir werden diesen Aspekt in der Sequenz über die Very Great Depression in den USA wieder aufgreifen.

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Notes :

(1) Bei der umfassenden weltweiten Krise handelt es sich gerade um den Prozess, der diese die USA seit 50 Jahren so privilegierende Situation beendet.

(2) « Moody's cuts credit ratings on about 2000 subprime bonds », Wall Street Journal, 12/10/2007

(3) « Asset-backed paper falls for ninth straight week », MarketWatch/DowJones, 11/10/2007

(4) « What Citigroup did'nt say », MarketWatch/DowJones, 07/10/2007

(5) « Big banks, Treasury discuss help for securities markets », MarketWatch/DowJones, 13/10/2007

(6) Wir hatten dies bereits vermerkt, als er alles daran setzte, einen direkten Handelskonflikt zwischen China und den USA, den der US-Kongress und die amerikanische Industrie losbrechen wollten, zu verhindern; auch wenn seine Anstrengungen wenige konkrete Ergebnisse zeitigen.

(7) « Lazy portfolios betting big overseas », MarketWatch/DowJones, 08/10/2007

(8) « Strong silence from US on dollar's weakness », International Herald Tribune, 10/10/2007
Lundi 15 Octobre 2007



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Masochismus: 
Wir bezahlen mit unseren Steuern die Wirtschaftsforschungsinstitute und die beraten die Bundesregierung, wie sie uns ärmer machen kann

Eigentlich ist es eine Farce, wenn es nicht so bedrückend wäre. Das Bundeswirtschaftsministerium holt den Rat der aus seinem Etat mit unseren Steuergeldern finanzierten Forschungsinstitute ein. Und die belehren dann das ihnen ohnehin wohlgesonnene Ministerium, wie man an unsozialen Reformen, die die meisten von uns ärmer machen, festhält. Die Medien, besonders BILD, transportieren diesen Masochismus dann weiter.

Das liest sich dann in Kurzfassung zu den drei Bereichen der Wirtschaftspolitik so:

"Die Finanzpolitik sollte dazu ihren Konsolidierungskurz fortsetzen. Die Institute schlagen vor, dass die konjunkturunabhängigen Staatsausgaben um 2 % je Jahr zunehmen und damit langsamer als das nominale Bruttoinlandsprodukt. So entstünde ein Haushaltüberschuss von überschlägig 10 Mrd. Euro je Jahr. Dieser kann für einen Abbau des noch verbleibenden strukturellen Defizits, aber auch für mehr investive Ausgaben oder Steuersenkungen verwendet werden. Allerdings ist derzeit nicht zu erkennen, dass der notwendige Konsolidierungskurses fortgesetzt wird.Vielmehr werden die konsumtiven Staatsausgaben im kommenden Jahr wieder verstärkt steigen." Auf Deutsch: Auch in der derzeitigen Abschwächung der Weltwirtschaft weiter sparen und noch mehr Steuersenkungen (wohl für die Besserverdiener, wie bisher schon).

"In der Arbeitsmarktpolitik findet der Reformkurs der vergangenen Jahre keine Fortsetzung.Vielmehr wird derzeit eher über ein Zurückdrehen bei den bisherigen Reformen diskutiert. Erforderlich sind aber Maßnahmen, die insbesondere im Niedriglohnbereich die Anreize für Arbeit erhöhen und die dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt verbessern. Dies würde dazu beitragen, dass sich der beschäftigungsorientierte Kurs der Lohnfindung fortsetzen würde." Auf Deutsch: Keine Verlängerung des Arbeitslosengelds I für ältere Arbeitslose und noch mehr Kurs auf Niedriglöhne, und das natürlich ohne Rücksicht auf die Kaufkraft und die ohnehin schon miese Binnenkonjunktur.

"Die Geldpolitik steht vor einer schwierigen Abwägung zwischen weiter bestehenden Inflationsrisiken einerseits, der immer noch anhaltendenVerunsicherung der Finanzmärkte und höheren Risiken für die Konjunktur andererseits. Die Institute erwarten, dass die EZB ihren Leitzins fürs Erste unverändert lässt. Um steigenden Inflationserwartungen entgegen zu treten, dürfte sie aber ihre schon für den September 2007 angekündigte Zinsanhebung in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres nachholen." Auf Deutsch: Mehr Zinssteigerung, auch wenn das den Euro weiter hochtreibt, die Exporte vor allem unserer Europartner (aber am Ende auch die eigenen) erschwert und die Eurozone am Ende politisch auseinanderreißen kann.

So einfach machen es sich wieder einmal die Neoliberalen. Es sind die besten Rezepte um Deutschland am Ende des internationalen Vergleichsfeldes zu halten, mit Ausnahme natürlich der Exportunternehmen und der Kapitaleigner. Wir zahlen dafür. Das Bundeswirtschaftsministerium dankt es den Instituten mit weiteren Steuergeldern. Und die in Deutschland mehrheitlich ziemlich bornierte oder einfach dumme Presse transportiert die falsche Wegweisung zu ihren Lesern. Masochismus!

Quelle: www.jjahnke.net

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Die deutschen Kaffeesatz-Leser in den Wirtschaftsforschungsinstituten spielen wieder mit ihren Prognosen 
Erst haben sie das Wachstum für dieses Jahr nicht hoch genug schätzen können, bis zu 3,2 % (Kieler Institut für Weltwirtschaft). Jetzt kommen sie im Schatten und mit der Ausrede der Kreditkrise langsam auf den Teppich zurück, freilich nicht ohne ihr Vertrauen in die Konjunktur zu beschwören. Dabei wuchs die deutsche Wirtschaft bereits im 2. Quartal nur noch mit einer Jahresrate von 1,2 %. Und das sieht dann z.B. so aus: DIW Berlin senkt für 2007 von 2,6 % auf 2,4 % Wachstum ab, für 2008 auf nur noch 2,1 % und für 2009 gar auf nur noch 1,7 %, erklärt aber gleichzeitig "die Konjunktur bleibe in den kommenden beiden Jahren robust". Wie robust sind eigentlich 1,7 %?

Schaut man dann auf das Eingemachte der Einzelpositionen, so kann man nur noch staunen. Da sollen die privaten Konsumausgaben auf einmal und wunderbarerweise von 0,1 % Wachstum in 2007 auf die zwanzigfache Rate von 2 % in 2008 hochspringen, obwohl schon dieses Jahr gezeigt hat, wie falsch die Institute gerade in dieser Beziehung liegen. Dann sollen die Ausfuhren noch stärker als in diesem Jahr steigen, nämlich gleich um 7,8 %, obwohl viele Märkte für deutsche Produkte gegenwärtig müde werden.

Ja, diese Form von Wirtschaftsforschung aus dem Kaffeesatz können wir getrost vergessen. Sie macht nur einen Sinn: die staatlich subventionierten Institute wollen der Bundesregierung beim Gesundbeten helfen.

Quelle: www.jjahnke.net
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kommentar:

für kaffesatzleserei schmeißt die bundesregierung jede menge
geld aus dem fenster. man kann es auch sinnvoller einsetzen

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