Die Energiewende kann als gescheitert betrachtet werden 
Die Abschaltung einiger Kernkraftwerke in Deutschland war richtig. Diese Abschaltung war aber nicht der Erkenntnis geschuldet, dass es sich hier um eine nicht beherrschbare Hochrisikotechnologie handelt, sondern politischem Kalkül. Zumal kurz vor der Reaktorkatastrophe in Fukushima eine Laufzeitverlängerung für AKWs vereinbart wurde.

Als die friedliche Nutzung der Kernenergie begann, die ersten Forschungsreaktoren Erfahrungswissen vermittelten, wurde den Energieversorgen von der Regierung der Bau von Atomkraftwerken mit üppigen Subventionen schmackhaft gemacht. Anfangs waren die Energieversorger keineswegs begeistert. Es bedurfte schon einiger Überzeugungskunst und finanzieller Zusagen, damit der „Funke“ übersprang.

Die Energieversorger hätten lieber weiterhin auf Kohle-, Laufwasser- und Gaskraftwerke gesetzt. Doch zu verlockend war der finanzielle Anreiz.

Dabei war schon zu jener Zeit klar, das diese Technologie erhebliche Risiken birgt und auch die Frage nach einem Endlager für den Atommüll nicht gelöst war. Bis heute übrigens. Jede Pommesbude, die nicht den Nachweis einer sach- und fachgerechten Altfettentsorgung nachweisen kann, wird sofort dicht gemacht.

Eine Pommesbude ist eben nicht systemrelevant.

Planwirtschaft statt Markt

Märkte können nicht alles regeln. Wo wären die Finanzmärkte und Banken heute, wenn der Staat nicht eingegriffen hätte. Und der Staat sind wir Steuerzahler, vertreten durch mehr oder weniger fähige Volksvertreter.

Subventionen sind ohne Frage ein planwirtschaftliches Mittel um ein gewünschtes Verhalten zu fördern. Richtig eingesetzt kann es ein Segen sein, falsch eingesetzt zu einem Desaster führen. Ich erinnere hier an die Butter- und Milchpulverberge.

Eine sichere und preiswerte Energieversorgung ist Grundlage jeder Wohlstandsgesellschaft. Politik und Wissenschaft gingen jedoch eine unheilvolle Allianz ein und mit Hilfe der Medien wurde der menschengemachte Klimawandel in die Welt gesetzt. Als Übeltäter wurde das CO2 ausgemacht. Obwohl bislang kein wissenschaftlicher Beweis die Kausalität zwischen durchschnittlicher Globaltemperatur und CO2-Eintrag vorliegt, kamen einige Ökoträumer in den Parteien auf die Idee, den CO2-Eintrag in Deutschland durch Stromerzeugung mittels Wind und Sonne reduzieren zu wollen.

Da dies aber wirtschaftlich unrentabel war, musste ein Anreiz in Form von Garantien geschaffen werden.

So griff man denn zu planwirtschaftlichen Methoden und schuf ein Gesetz. Das EEG. Zum 1. April 2000 trat es inkraft, also weit vor Fukushima. Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurztitel Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen.

Subventionen sind nicht per se schlecht. Im Gegenteil, sie befördern sinnvolles, im Interesse der Gesellschaft liegendes, Verhalten. So sollte es zumindest sein. Im Fall der Atomkraftwerke ging das voll daneben. Und in vielen anderen Fällen ebenfalls.

Das EEG hat mehr oder weniger windige Geschäftemacher auf den Plan gerufen. Wo mit garantierten Vergütungen gewunken wird, sind die Profitgeier nicht weit. Windmühlen und Solardächer wurden auf Teufel komm raus gebaut und installiert. Was vom Gesetzgeber gut gemeint und gedacht war, wurde aber letztlich doch schlecht gemacht. Deutschland hat eine ähnliche Sonneneinstrahlung wie Alaska, Wind weht ausreichend nur im Norden von Deutschland und vor der Küste.

Chronologie eines Desasters

Deutschland hat keinen Mangel an Strom. Sollte doch mal in Spitzenzeiten oder wegen Kraftwerksausfällen Strom benötigt werden, wird er importiert.

Doch das EEG hat dazu geführt, dass zigtausend Windmühlen aus dem Boden gestampft wurden. Zufallsstrom der

a) bei viel Wind die Netze belastet

b) teuer ist und auch bezahlt werden muss, wenn wegen Überlastung die Windmühlen stehen

c) konventionelle Kraftwerke immer gedrosselt mitlaufen müssen, um das Netz stabil zu halten

um nur mal die gravierendsten Nebenwirkungen zu nennen.

Um deutlich zu machen, worum es geht, diese Grafik. Deutschland hat derzeit über 30.000 MW installierte Windkraftleistung. Diese Leistung wird aber nicht mal an einem einzigen Tag im Jahr erreicht. Eine Windmühle an Land erreicht ca. 1.400 Vollaststunden pro Jahr. Das Jahr hat aber über 8.700 Stunden und der Wind weht wann er will.



In dieser Grafik sieht man die Einspeisung von Windstrom in Deutschland von Januar bis April, hier nur verkürzt. Wie man unschwer erkennen kann, wurde am 17.02.2013 die sagenhafte Menge von 220 MW Windstrom in das deutsche Stromnetz eingespeist. Also noch nicht einmal 1 % der installierten Leistung.

Aus diesem Grund sind konventionelle Kraftwerke unabdingbar um solche Lücken aufzufangen und um das Netz stabil zu halten. Gleiches gilt für den Solarstrom. Ein Horror für die Netzbetreiber.

Die Energiewende mit Wind- und Sonnenstrom funktioniert also nur mit ineffizient betriebenen konventionellen Kraftwerken. Doch damit nicht genug. Je mehr Windmühlen und Solarpanels installiert werden, umso mehr konventionelle Kraftwerksleistung wird gebraucht. Doch diese will keiner mehr bauen, weil nicht wirtschaftlich. Eine Sackgasse tut sich auf. Eine teure übrigens.

Das kapitalintensive Großprojekt DESERTEC siecht dahin. Siemens hat sich davon schon verabschiedet.

Der deutsche Konzern lässt seine Mitgliedschaft bei Desertec zum Jahresende auslaufen. Nach einem Zeitungsbericht prüft auch Bosch den Ausstieg aus dem Wüstenstrom-Projekt.



Siemens zieht sich von Desertec zurück

Studie sieht Bedarf an Gaskraftwerken

Eine im Auftrag des Bundesverbands Neuer Energieanbieter erstellte Studie kommt zu dem Schluss, dass ab dem Jahr 2022 große Mengen an Stromkapazitäten im deutschen Stromnetz fehlen werden. Flexible Gaskraftwerke seien notwendig, um bei hohem Strombedarf einzuspringen, heißt es in der Studie. Die Investitionen rechnen sich aber für potentielle Betreiber momentan nicht, da die Kraftwerke nur zu Spitzenlastzeiten einspringen müssen - die meiste Zeit also still stehen würden.


Studie sieht Bedarf an Gaskraftwerken

Das Problem ist also erkannt. Doch wie wird es gelöst werden? Darauf darf man gespannt sein.

Häufig wird in der Diskussion um Wind- und Sonnenstrom ein Denkfehler begangen. Beide Quellen liefern Strom, doch nicht die Menge ist entscheidend, sondern die Konstanz. Sonnenstrom gibt es nur für wenige Stunden pro Tag und Windstrom ebenfalls. Wir brauchen jedoch eine Stromversorgung die sich am Bedarf ausrichtet und 24 Stunden pro Tag an 365 Tagen pro Jahr zuverlässig Strom liefert. Das kann Wind- und Sonnenstrom nicht leisten. Damit sind diese Stromquellen nicht grundlastfähig.

Doch es sind nicht nur die Schwankungen des Zufallsstroms die das Netz belasten und Kosten produzieren, es sind auch die Erzeugungskosten selbst, die den Haushalten aufgebürdet werden.
Dazu gibt es eine interessante Studie des Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart (Arbeitsbericht).

Inzwischen ist das Desaster erkannt, wenn auch nur von Wenigen.

Unionspolitiker Vaatz nennt Energiewende "sinnloses Experiment"
Bundestagsfraktionsvize rechnet vor, warum das Vorhaben so nicht gelingen kann

Einspeisekosten, Leitungsbaukosten, Verteilungskosten und Speicherkosten der geplanten Energiewende werden sich auf etwa 2,3 Billionen Euro belaufen, sagt Arnold Vaatz (CDU). Das Vorhaben sei ökonomisch "völlig unsinnig" und vom Gesamtkonzept und Zeitplan her nicht einzuhalten.


Unionspolitiker Vaatz nennt Energiewende "sinnloses Experiment"

Selbst in der CDU besinnt man sich, wenn auch langsam. Dabei pfeifen es im Wissenschaftsbetrieb die Spatzen schon lange von den Dächern, das die Energiewende ein Hirngespinnst ist.

Döschner hat es erkannt. Zahlreiche Planungen für Offshore-Parks wurden eingestellt, bereits im Bau befindliche gestoppt. Zu riskant ist das Offshore-Geschäft.

Dieses Dilemma hat nun auch die Verbraucherschützer wach gerüttelt.

Verbraucherschützer für Offshore-Ausstieg

Windstrom von der norddeutschen Küste zahlt sich nach Ansicht von Verbraucherschützern nicht aus: Eine Analyse des Bundesverbands der Verbraucherzentralen kommt zu dem Schluss, dass der Bau von Seewindanlagen weit draußen und tief im Meer "ein ökonomischer und technologischer Irrläufer" sei. Laut der Studie sind geringere Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro pro Jahr für möglich, wenn sich die Energiewende vor allem auf Solar- und Windenergie an Land konzentriere.


Offshore-Ausstieg

Wir brauchen eine Energiewende, aber nicht so. Mit Wind und Sonne ist der Energiebedarf einer Industrienation nicht zu decken. Hier muss ein grundsätzliches Umdenken einsetzen. Die Lösung liegt im Wasserstoff. Dieser ist unbegrenzt verfügbar. Dazu in einem weiteren Beitrag mehr.

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