Beginnt der Kampf der Maschinen? 
Eine kurze Übersicht über den aktuellen Stand, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Es ist kein Geheimnis. Die meisten Forschungsgelder fließen in die Rüstungsforschung. Ein Bereich also, in dem es darum geht, möglichst effizient Menschen zu beseitigen. Ist eine Drohne eine Verteidungswaffe?

Kann sie sein. Ist eine Drohne mit Stealth-Technologie eine Verteidigungswaffe? Mit Sicherheit nein.

Die Übergänge sind fließend und daher kaum abzugrenzen. Doch an der nEUROn Drohne wird es deutlich wohin die Reise gehen kann.

Dassault startet Super-Drohne

Schnell wie ein Kampfflugzeug und unsichtbar wie ein Stealth-Bomber der US-Luftwaffe: Der französische Flugzeugbauer Dassault schiebt eine neuartige Militärdrohne an den Start. Der Jungfernflug glückt, der Hersteller ist begeistert. Die europäische Eigenentwicklung könnte die militärische Luftfahrt für immer verändern.


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Doch es formiert sich auch schon Widerstand. Doch vor dem Widerstand kommt die Aufklärung. Was passiert da eigentlich über unseren Köpfen? Das die USA immer mehr Drohnen einsetzen und damit eine Verschiebung der Gewaltbarriere nach unten eingesetzt hat, lässt den Leser ziemlich unberührt. Dabei geht das Tehma uns alle an.

Künstliche Intelligenz mit der Lizenz zum Töten

Sie erkennen Kämpfer, die an Grenzzäune heranrobben, manche von ihnen werfen sogar Granaten: Kampfroboter, die ohne menschlichen Befehl töten können, sind keine Utopie mehr. Im Gaza-Konflikt wurden bereits erste Prototypen eingesetzt. Experten der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wollen die Tötungsmaschinen nun verbieten.

"Killer robots", Roboter, die zum Töten geschaffen sind, das klingt nach Ballerspielen am Computer: Schwer außer Gefecht zu setzende mechanische Monster grunzen "Hrrr-hrrr" und verrichten ihr übles Werk, ehe der Halbwüchsige an der Playstation sie per Laserbeschuss verschrottet.

Im Film hat die mordlüsterne künstliche Intelligenz längst Kultstatus, etwa in der "Terminator"-Reihe mit Arnold Schwarzenegger. Doch die Waffe, die mit ihrem elektronischen Gehirn selbständig handelt und denkt, ist keine Utopie mehr. Leider, finden die Experten der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch - und fordern bereits einen Bann über solches Gerät.

In einer neuen Studie mit dem bezeichnenden Namen "Losing Humanity" (etwa: wie man die Menschlichkeit verliert) appelliert Human Rights Watch an alle Staaten, "Entwicklung, Produktion und Einsatz völlig autonomer Waffen völkerrechtlich bindend zu verbieten".


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LOSING HUMANITY
The Case against Killer Robots

With the rapid development and proliferation of robotic weapons, machines are starting to take the place of humans on the battlefield. Some military and robotics experts have predicted that “killer robots”—fully autonomous weapons that could select and engage targets without human intervention—could be developed within 20 to 30 years.


Hier zum Report.....

Innerhalb der nächsten 20 bis 30 Jahre? Na super, dann brauche ich mir keine Sorgen mehr machen.

Aber weit gefehlt, was schon heute in den Laboren der Psychopathen schlummert, ist an Perversion kaum noch zu überbieten.

Das reicht von Biowaffen, die nur bei einer gewissen Genstruktur aktiv werden, ausgebracht von mückengroßen Drohnen, bis hin zu selbständig operierenden Schiffen mit Impulswaffen.

Prinzipiell richtig. Doch die Gefahr kommt noch von einer anderen Seite.

Die Akzeptanz für eine kriegerische Auseinandersetzung wächst in dem Maße, mit dem menschliche Verluste minimalisiert werden können. Soll heißen, so lange sich Maschinen die Köpfe einschlagen ist doch alles ok.

Die Hemmschwelle sinkt.

Und was ist, wenn diese Technologie "Terroristen" in die Hände bekommen?

"Die Menschen ständig mit einer Bedrohung zu konfontrieren ist das Beste Steuerungsmittel."

Wenn Roboter über Leben und Tod entscheiden

Der Physiker Jürgen Altmann über Kampfmaschinen der Zukunft

Schon bald könnten militärische Kampfroboter selbständig handeln - also angreifen und töten. Der Physiker Jürgen Altmann meint: Solche Waffensysteme gehörten verboten. Denn sie könnten Zivilisten nicht von gegnerischen Kämpfern unterscheiden.

Frank Meyer: Seit drei Jahren bildet die amerikanische Luftwaffe mehr Piloten für unbemannte Drohnen aus als für klassische Kampfjets und Bomber. Die fliegenden Kampfroboter sind auf dem Vormarsch - wann ist es so weit, dass solche Kampfroboter in der Luft oder am Boden autonom handeln können, selbstständig schießen? Das ist jetzt unser Thema in unserer Serie zur Zukunft des Krieges. Wir reden gleich darüber mit dem Physiker Jürgen Altmann, vorher schauen wir uns an, welche Kriegsroboter es heute schon gibt und wie sie eingesetzt werden.

Der Dortmunder Physiker Jürgen Altmann hat das International Committee for Robot Arms Control mitgegründet. Er ist jetzt für Deutschlandradio Kultur im Studio. Seien Sie willkommen, Herr Altmann!


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HELLADS: Neue US-Drohnen mit Laserkanonen

Die mit Hellfire-Raketen bestückte Predator-Drohne ist wohl bald out. Der Nachfolger, die Predator C-Drohne, wird angeblich mit einer portablen HELLADS-Laserkanone ausgestattet, die Raketen, Flugzeuge und andere Ziele mit höchster Treffsicherheit und in Lichtgeschwindigkeit zerstören kann.


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Wenn Kriegführen zu einfach wird

Was in den Militärlaboratorien dieser Welt, allen voran in den USA, derzeit entwickelt wird, hat ein einfaches Ziel: Militärische Gewalt soll als Option der Durchsetzung politischer oder wirtschaftlicher Ziele auch in Zeiten zur Verfügung stehen, in denen die jeweiligen Gesellschaften immer weniger bereit sind, Todesopfer auf der eigenen Seite zu akzeptieren.

Wenn Krieg nicht mehr führbar ist, nutzt alles Militär nichts. Wir sehen das jetzt schon: Eine permanente Anwesenheit einer großen Anzahl von US-Spezialtruppen in Pakistan oder Jemen wäre politisch nicht durchsetzbar und militärisch verlustreich. Der Drohnenkrieg hat sich für die US-Regierung als gangbare Alternative herausgestellt.


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Befolgen Kampfroboter die Genfer Konvention?

Was sich hier als akademische Diskussion anfühlt, ist in der Tat für das Völkerrecht ein ernsthaftes Problem.

Wem kann man beim Einsatz von Kampfmaschinen ein Kriegsverbrechen nachweisen?

Und auch im Krieg greift der "Spargedanke" um sich. Die wirtschaftlichen Kosten eines konventionell geführten Krieges sind zu hoch.

Welch eine Perversion des Gelddenkens. Menschen kosteneffizient töten lautet das Motto.

Ohne umfassende Aufklärung aus der Luft nutzen die besten Drohnen nichts. Dieses Problem scheint nun gelöst worden zu sein. Was in dem Film "Staatsfeind Nr. 1" noch Fiktion war, Tracking von Personen und Fahrzeugen etc. aus der Luft in Echtzeit, wird nun Realität.


Die Kameradrohne Argus-IS kann Aufnahmen mit 1,8 Gigapixeln Auflösung erstellen.

Mit der enormen Auflösung von 1,8 Gigapixeln kann eine Aufklärungsdrohne die Arbeit von 100 Predator-Modellen übernehmen und alleine über eine Stadt mittleren Ausmaßes wachen.

Die Argus-IS nimmt dabei mit einem Foto Bilder auf, die ein Gebiet von rund 39 Quadratkilometern aufnehmen und Objekte erkennen, die gerade einmal 15 cm lang sind. Die Beobachtungshöhe der Drohne liegt bei ungefähr 5.300 Metern. Argus streamt die Aufnahmen nicht nur zur Bodenstation sondern kann auch noch Videos an Bord speichern.




Was mit diesem System möglich ist, brauche ich wohl nicht näher zu beschreiben.

EU will polizeiliche Drohnen bewaffnen

Ein neues Projekt untersucht den Einsatz von Flugrobotern mit nicht-tödlichen Waffen. Bis 2015 soll damit die Verfolgung von "organisierter Kriminalität" modernisiert werden
Unter dem Namen AEROCEPTOR startet die Europäische Union ein Forschungsprogramm zur Nutzung von Drohnen, um beispielsweise flüchtende Fahrzeuge zu stoppen. Die Gesamtkosten werden auf 4,8 Millionen Euro taxiert, wovon die EU-Kommission rund zwei Drittel übernimmt. Der Rest wird von den beteiligten Projektpartnern aus der Rüstungsindustrie, Innenministerien und Instituten übernommen.


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Die Technologie unbemannter Waffen hat gerade erst begonnen. Sie hat das Potenzial, Kriege mal wieder als gewinnbar einzustufen. Ein fataler Irrglaube, wie uns die Geschichte lehrt.

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