Eine Alternative zu amazon 
Nicht erst seit der vor wenigen Tagen ausgestrahlten Dokumentation „Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon“ steht amazon wegen Arbeitsbedingungen in der Kritik. Der Stein wurde nur erneut ins Rollen gebracht.

Hier im Blog haben wir im Juni 2011 auf Missstände bei amazon aufmerksam gemacht.

Arbeiten für 4,78 Euro pro Stunde beim Toparbeitgeber 2011

Dabei ging es um die Ausbeutung von ALG-II-Empfängern mit Hilfe von Arbeitsagenturen..

Eine in unserem Presseverteiler verschickte Information stieß kaum auf Interesse. Lediglich ein Redakteur vom WDR meldete sich per Mail und fragte, was daran so berichtenswert wäre.

Am 27.11.2011 erschien zu o.g. Praxis ein Artikel bei Spiegel-Online.

Gesetzeslücke: Amazon beschäftigt massenhaft Arbeitslose ohne Vergütung

Eine Gesetzeslücke macht es möglich: Amazon beschäftigt nach Informationen des SPIEGEL Tausende Arbeitslose, die zuvor eine sogenannte “Maßnahme zur Aktivierung und berufliche Eingliederung” absolvieren müssen. Die Arbeitsagentur spricht von einem Fehler, “der korrigiert werden muss”.


Wenige Tage später berichteten auch die Nachdenkseiten darüber und zogen eine Konsequenz.

Anmerkung JB: Die NachDenkSeiten ziehen aus dem Verhalten Amazons ihre Konsequenzen und stellen mit sofortiger Wirkung ihre Teilnahme am Partnerschaftsprogramm ein. Wir werden also künftig weder bei eigenen, noch bei von uns empfohlenen Büchern auf Amazon verlinken. Man kann Konzernen wie Amazon nicht jede Schweinerei durchgehen lassen. Uns ist jedoch klar, dass dieser Boykott für uns mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn sie unsere Unabhängigkeit – wie gewohnt – durch ihre Spenden unterstützen könnten.


nachdenkseiten.de

Das Geschäftsmodell

Ohne Leiharbeiter, Saisonarbeiter und Niedriglöhner funktioniert das Geschäftsmodell von amazon nicht. Oder besser gesagt, sind die Profiterwartungen nicht zu erfüllen.

Verleger und Buchhändler, aber auch Kunden sind auf amazon nicht gut zu sprechen. Doch der weltweit größte Online-Händler hat eine Marktmacht. amazon verkauft ja nicht nur Bücher, sondern alles was sich in einem Paket versenden lässt und das lässt sich amazon gut bezahlen.

amazon ist schnell, „günstig“ und bequem. Die Deutschen lieben das. Deswegen ist ein Boykott von Kunden kaum zu erwarten.

Die Alternative

Auch hier ein kurzer Rückblick. Die Anfänge des Internets wurden von Unternehmen belächelt. Auch von Buchhändlern und Verlagen. Versandbuchhandel gab es schon vor dem Internet. Bertelsmann und der EDV-Buchversand Michel Delf mal als Beispiel.

Viele Unternehmen haben zu jener Zeit ihr Budget in Bildschirmtextprojekten versenkt (besser bekannt unter dem Namen Btx).

Aber nun zur Alternative. Kaufen Sie Bücher bei der Buchhandlung ihres Vertrauens. Dort können Sie Bücher in die Hand nehmen, nicht nur das Gewünschte. Das Geld bleibt in der Region

Wollen Sie nicht auf die Bequemlichkeit des Onlinebestellens verzichten, gucken Sie mal hier:

http://www.libreka.de/

Dort können Sie auch Ebooks ausleihen. Interessant für Vielleser.

Für alle anderen Produkte suchen Sie nach Testberichten im Internet und bemühen dann eine Preissuchmaschine, um den günstigsten Anbieter zu finden. In der Regel ist das nicht amazon.

Und Geschenke verpackt und verschickt man am besten selber, noch besser ist eine persönliche Überbringung.

Nun wünschen wir Ihnen beim nächsten Einkauf viel Spaß.

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