Die korrupte Republik: Über die einträgliche Kungelei von Politik, Bürokratie und Wirtschaft 
Korruption gedeiht, wo das Geheimnis regiert - und unter den Mächtigen Deutschlands gibt es viele Geheimnisträger.

Hans-Martin Tillack ist ein deutscher Journalist. Geboren 1961 in Königs Wusterhausen bei Berlin. Er studierte Politik und Soziologie und ist Preisträger des Leipziger Medienpreises.

In seinem Buch, „Die korrupte Republik: Über die einträgliche Kungelei von Politik, Bürokratie und Wirtschaft“, zeigt Tillack auf eindrückliche Weise, das Deutschland in Sachen Transparenz ein Entwicklungsland ist.

Zwei Beispiele aus einer Kundenrezension:

Im November 2004 nahm ein Mitarbeiter von Telekom einen Beamten des Verkehrsministeriums mit auf eine dreitägige Reise nach Washington, zur Teilnahme an einem Kongress über die "Sicherung gegen Terrorbedrohungen im Seefahrts- und Hochseehafenbereich". Die Telekom trug die Ministerialen Kosten von 3942,84 Euro, für Flug, Hotel, Kongressgebühr und zwei Abendessen. Laut Ministeriumsakte ging es dem Sponsor um die "Pflege von Geschäftskontakten" und um "Networking".

Die Volkswagen AG stellte den Fahrdienst, wenn Kanzler oder Außenminister die US-Hauptstadt besuchten. Die dortige Botschaft bekam einen Dienstwagen im Wert von 158000 Euro geschenkt.


Kurzbeschreibung:

Hans-Martin Tillack, bekannt durch unbequeme Recherchen über Fälle von Korruption, nennt in seinem neuen Buch Fakten, Zahlen, Namen, und er erzählt haarsträubende Geschichten, die leider wahr sind Geschichten von schmiergeldhungrigen Beamten, von eilfertig agierenden Lobbyisten, von verschwiegenen Verwaltern schwarzer Kassen in Parteien und Unternehmen. Das Problem ist: Deutsche Politiker haben es versäumt, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die für mehr Transparenz sorgen. Vieles, was in anderen Staaten als Bestechung gilt, geschieht hierzulande ganz legal. Unter dem Deckmantel des Amtsgeheimnisses werden Firmen mit öffentlichen Geldern bedacht, und den Bürger hat das nichts anzugehen. Das ist die Logik deutscher Behörden.

Das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption (United Nations Convention against Corruption; UNCAC) vom 31. Oktober 2003, wurde zwar von Deutschland am 9. Dezember 2003 unterzeichnet, bislang aber noch nicht ratifiziert. Man denke hier nur an den EU-Refomvertrag (Vertrag von Lissabon) der in beispielloser Geschwindigkeit ratifiziert wurde. Ebenso das Bankenrettungspaket. Fragen Sie mal Ihren Abgeordneten.

Verlag: Hoffmann und Campe, ISBN-10: 3455501095

ttt über „Die korrupte Republik“



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