Lügen, verdammte Lügen, Statistiken und Grafiken - Wie uns Klimaalarmisten verarschen 
Willis Eschenbach hat sich Gedanken gemacht über die Darstellung von Temperaturen und Temperaturänderungen. Die üblichen Darstellungen sind darauf ausgerichtet, einen langfristigen Trend zu präsentieren.

Beitrag von Willis Eschenbach



Abbildung 1: Trend in den US-Jahrestemperaturen von 1895 bis 2009
Angaben in Grad Fahrenheit (1 °F entspricht 0,55°C)
Datenquelle: USHCN

(Anmerkung: Ich bezweifel, dass 1890 die gleiche messtechnische Genauigkeit vorhanden wir, wie in den letzten 20 Jahren.)

Üblicherweise werden uns Graphiken (natürlich ohne den Homer Simpson im Hintergrund) zum Temperaturtrend wie in Abbildung 1 präsentiert, die beispielhaft die Entwicklung der Jahrestemperaturen in den USA während der letzten gut 100 Jahre zeigt.
Die Darstellung zeigt offenbar einen deutlichen und beängstigenden Anstieg, der sich in der Steigung der roten Trendgeraden niederschlägt. Das schreit doch nach sofortigem Handeln. Also, was gibt es an dieser Graphik auszusetzen?
Was falsch an der Graphik ist, ist die Tatsache, daß wir nichts in der Graphik finden, das wir mit unserem gewöhlichen (Er-)Leben vergleichen können. Normalerweise denken wir nicht einmal so weit, um zu der Erkenntnis zu kommen: „Das ist eine Veränderung von etwa einem Grad Fahrenheit, wenig mehr als ein halbes Grad Celsius, das ist nicht einmal genug, um den Unterschied zu fühlen”.



Abbildung 2: Jahresentwicklung der Temperaturen in den USA seit 1895
Rot die Temperaturen des Jahres 2009
Hintergrund: Vernal Falls, Yosemite
Datenquelle wie bei Abbildung 1

Also habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, exakt dieselben Informationen zu präsentieren, aber auf eine sinnvollere Weise, so daß wir die Daten mit unseren eigenen Erfahrungen vergleichen können. Abbildung 2 ist eine Möglichkeit dafür. Es zeigt die Temperaturen in den USA, Monat für Monat, für jedes Jahr seit 1895.
Wenn die Daten auf diese Weise dargestellt werden, erinnert uns das daran, daß die jährliche Variation der Temperaturen weit, weit größer ist als die Temperaturänderung um ungefähr 1°F im letzten Jahrhundert. Das letzte Jahr, 2009, ist … nun ja … überdurchschnittlich. Haben wir irgendwelche schrecklichen Konsequenzen erlebt, die sich aus den Temperaturdifferenzen zwischen den kältesten und des wärmsten Jahren ergaben?



Abbildung 3: Durchschnittstemperaturen für je ein Jahrzehnt, 1900 bis 2009
Die rote Linie stellt die Werte für 2000 bis 2009 dar

Falls ja, kann ich mich an solche Probleme nicht erinnern, und ich kann mich an fast die Hälfte dieser Jahre entsinnen.
Um das weiter zu untersuchen, zeigt Abbildung 3 die Veränderung der Durchschnittswerte von Jahrzehnt zu Jahrzehnt in der gleichen Darstellungsweise.
Für die meisten Monate des Jahreslaufs sind die Unterschiede von einem Jahrzehnt zum anderen so gering, daß man die Linien kaum unterscheiden kann. Die Erwärmung, die wir sehen können, fand zum großen Teil in den Monaten November, Dezember, Januar und Februar statt. Geringfügig höhere Temperaturen im Winter – irgendwie kommt mir das nicht wie ein Ereignis vor, das meinen Puls beschleunigen könnte.
Der Punkt, auf den ich hinweisen will, ist, daß all diese Temperaturänderungen, über die dauernd diskutiert wird (ein bißchen mehr als ein halbes Grad Celsius im letzten Jahrhundert), verschwindend gering sind. Eine Veränderung von einem halben Grad kann vom menschlichen Körper nicht wahrgenommen werden. Außerdem finden die Veränderungen im Allgemeinen im Winter statt, außerhalb der Tropen, in den kühleren Zonen dieses Planeten, und nachts. Vielleicht sehen Sie die geringe Erwärmung, so wie es schon oft behauptet wurde, als riesiges Problem an, das „den Terrorismus weit in den Schatten stellt” (The Guradian). Womöglich denken Sie, dies ist ein dringliches Problem, das die „prägende Sorge unseres Zeitalters” darstellt (UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon).
Ich denke das nicht. Tut mir leid, aber für mich stellen Armut, Ungerechtigkeit, Rassenvorurteile, totalitäre Regierungen, andauernde Kriege, Mangel an sauberem Trinkwasser, Folter, Seuchen, Bildungsmangel, Kinderprostitution und eine Menge anderer Probleme die Möglichkeit einer Erwärmung um ein oder zwei Grad während der Nacht, im Winter, außerhalb der Tropen in den nächsten 50 Jahren „weit in den Schatten”.
Und dabei sind die USHCN-Daten nicht einmal um den Effekt der urbanen Hitzeinseln (urban heat island [UHI]) bereinigt. UHI entsteht durch die Erwärmung der Thermometer der Wetterstationen, die sich aus den Veränderungen der Umgebung der Stationen ereben. Zunehmende Bebauung, Straßen, Bürgersteige, die Rodung von Bäumen tragen alle eine Tendenz zu höheren Temperaturen bei. Mehrere Autoren (z.B. McKitrick, Spencer, Jones) haben gezeigt, daß UHI in etwa die Hälfte des gemessenen Temperaturanstiegs erklärt. Also ist der kleine Temperaturanstieg, den wir oben gesehen haben, wahrscheinlich das doppelte dessen, was in der Realität stattgefunden hat …
Meine Schlußfolgerung: Weitergehen, Leute, hier gibt es nichts zu sehen …

Quelle: (englisch)

Übersetzung: klimaskeptiker.info

Kommentare 
Kommentare sind für diesen Eintrag nicht möglich.