Das Ende des IPCC: Ein Fehler zu viel Teil II 
Ein zweiter Teil war gar nicht vorgesehen. Doch zahlreiche Emails auf den Beitrag, Das Ende des IPCC: Ein Fehler zu viel möchte ich auf diesem Weg beantworten.

Zunächst möchte ich mich bei allen Schreibern bedanken. Ein erheblicher Teil der Mails ging um „Singer ist ein von der Ölindustrie bezahlter Lobbyist“ und ähnlichem mehr.

Hier gilt es eine klare Unterscheidung zu machen. Erhält jemand Zuwendungen, damit er etwas bestimmtes sagt oder schreibt, oder erhält jemand Zuwendungen, weil er schon vor dieser eine bestimmte Position vertrat?

Ohne das jetzt in Bezug auf Herrn Singer vertiefen zu wollen, verweise ich auf ein Interview mit Herrn Singer vom 08. Juni 2008, das Herr Dr. Gerhard Stehlik mit ihm geführt hat und in dem er auch auf diese „Vorwürfe“ eingeht.

(Zum Interview)

Der Vollständigkeit halber möchte ich noch erwähnen, das die Bundesregierung in diesem Jahr knapp 300 Millionen Euro in die Klimaforschung versenken wird. Vornehmlich in die, die seit vielen Jahren verzweifelt, aber vergeblich versucht, zu beweisen, das das CO2 und damit der Menschen als Verursacher für die Erwärmung feststeht.

In dem Zusammenhang möchte ich aus einem Interview zitieren, welches am 29. Oktober 2009 in der FAZ erschien, mit dem Titel, „Ein Limit von zwei Grad Erwärmung ist praktisch Unsinn“, erschien.

Zunächst aber die Frage, wer ist der Erfinder des Zwei-Grad-Ziels?

Für Politiker ist das alles viel zu hoch. So genau wollen sie das auch gar nicht wissen. Mit Strahlungsbilanzen und Ozean-Atmosphäre-Zirkulationsmodellen können sie wenig anfangen. Am liebsten haben sie einfache Zielvorgaben.

Bedrängt von der Politik, erfand eine Gruppe deutscher Wissenschaftler deshalb Mitte der neunziger Jahre eine leicht verdauliche Botschaft: das Zwei-Grad-Ziel. Um größere Schäden an Mensch und Natur zu verhindern, so mahnten die Gelehrten, dürfe es auf Erden höchstens um zwei Grad Celsius wärmer werden als vor Beginn der Industrialisierung.

Das war eine ziemlich gewagte Schätzung. Doch die Entscheidungsträger hatten endlich eine greifbare Zahl. Nun begann eine verblüffende Erfolgsgeschichte.

Selten hat eine wissenschaftliche Idee einen so großen Einfluss auf die Weltpolitik gehabt. Von der Mehrheit aller Staaten wurde das Zwei-Grad-Ziel inzwischen anerkannt. Bei Überschreiten der Zwei-Grad-Grenze, so verkündete der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) vor dem gescheiterten Kopenhagen-Gipfel, "wäre ein Leben auf unserem Planeten, wie wir es bisher kennen, nicht mehr möglich".

Doch das ist wissenschaftlicher Unfug. "Zwei Grad sind keine magische Grenze, das ist ganz klar ein politisches Ziel", sagt selbst Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). "Weder kommt es bei einer stärkeren Erwärmung sofort zum Weltuntergang, noch sind wir bei einer geringeren Erwärmung auf jeden Fall gerettet. Die Wirklichkeit ist natürlich viel komplizierter."

Schellnhuber wird es wissen: Er ist einer der Väter des Zwei-Grad-Ziels.

"Jawohl, ich bekenne mich schuldig", sagt er lächelnd. Seiner Karriere hat die Idee nicht geschadet, sie machte ihn zum einflussreichsten Klimaforscher Deutschlands: Der theoretische Physiker stieg zum wissenschaftlichen Chefberater von Kanzlerin Angela Merkel auf - ein Amt, in dem sich auch weniger eitle Forscher sonnen würden.


Quelle:

Somit ist diese Frage geklärt und nun zu dem Interview der FAZ an dem folgende Personen teilnahmen.

Karin Lochte ist Direktorin am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung

Volker Moosbrugger ist Direktor am Senckenberg-Forschungsinstitut und Museum in Frankfurt

Reinhard Hüttl ist Direktor am Deutschen Geoforschungszentrum GFZ in Potsdam

29. Oktober 2009

Drei große deutsche Geoinstitute stellen sich quer zur internationalen Klimapolitik. Statt nur über Temperaturen und Emissionen sollte über ein Erdsystemmanagement verhandelt werden, sagen die Direktoren Karin Lochte, Reinhard Hüttl und Volker Mosbrugger. In Kürze soll das Thema auf der gemeinsamen Konferenz „Klima im System Erde“ besprochen werden. Im Gespräch erläutern sie ihre Motive.

Die Klimadiplomatie hat formuliert, die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad über das vorindustrielle Niveau steigen zu lassen. Warum kritisieren sie das in der Einladung zu Ihrer Konferenz?

Mosbrugger: Es ist zwar sinnvoll, sich ein Ziel vorzugeben, aber niemand wird Ihnen sagen können, ob mit dessen Erreichen das Problem gelöst ist. Das ist die eine Sorge. Wir wissen zu wenig, um sagen zu können, wo die Schwellenwerte für die wichtigsten Klimaelemente liegen. Das Problem, vor dem wir stehen, ist viel komplizierter als nur ein Klimawandel. Wir müssen das gesamte System in Betracht ziehen. Wenn ich das Zwei-Grad-Ziel erreiche und alle Tropenwälder abgeholzt sind, habe ich nicht unbedingt den Planeten, den die Gesellschaft haben will.

Hüttl: Das Klima ist dynamisch. Im Laufe der Erdgeschichte gab es immer wieder dramatische Veränderungen, die weit über eine solche Grenze von plusminus zwei Grad hinausgingen. Und das war allein auf natürliche Faktoren zurückzuführen. Wir haben diese Faktoren heute nicht abgeschaltet, sie wirken weiter. Keiner von uns bestreitet den menschgemachten Anteil am globalen Wandel. Aber: Obwohl die Begrenzung der anthropogenen Einflüsse unbedingt notwendig ist, erreichen wir damit keine Klimakonstanz.

.......

Würden sie also sagen, diese Klimazeugen sind zuverlässig? Dem Laien erscheinen sie oft als rein akademische Konstrukte?

Mosbrugger: Je weiter wir in die Erdgeschichte zurückgehen, desto unzuverlässiger werden sie. Die Kohlendioxidentwicklung für die letzten 60 Millionen Jahre ist schon ganz gut rekonstruierbar. Wenn man sich die anschaut, sieht man auch, dass wir unser Klimasystems eben noch nicht voll verstanden haben. Danach sieht es so aus, dass die Kohlendioxidkonzentration irgendwo ab etwa dem Miozän (Anm.: 23 bis 5 Mio Jahre vor heute) mehr oder weniger konstant war, dass wir aber trotzdem ein Wärmeoptimum und danach eine langsame Abkühlung bekommen haben, ohne dass sich beim Kohlendioxid viel getan hätte.


Hervorhebungen sind von mir. Daraus ist zweifelsfrei erkennbar: Sie wissen nicht woran es liegt!


FAZ Interview

Auf dieses Interview haben einige Klimaastrologen reagiert.

Ein Limit von zwei Grad Erwärmung ist aus geowissenschaftlicher Sicht notwendig
von KlimaLounge, 18. November 2009, 15:29

Gastbeitrag von Hubertus Fischer, Nicolas Gruber, Gerald Haug und Peter Lemke

Die wissenschaftlichen Fakten sind klar: Die Menschheit verändert durch das Verbrennen fossiler Energieträger und das Abholzen der Regenwälder die Erdatmosphäre. Die heutigen durch den Mensch verursachten Emissionen des wichtigsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) betragen fast 10 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Heute liegen diese Emissionen 80% über den Werten von 1970. Deshalb ist der atmosphärische CO2-Gehalt auf mittlerweile fast 390 ppm (390 CO2 Moleküle/1 mio Luft Moleküle) angestiegen und liegt damit um etwa 100 ppm über den vorindustriellen Werten dieser und aller vorangegangenen Warmzeiten der letzten 800.000 Jahre. Dadurch hat sich das globale Klima in den letzten 100 Jahren um ca 0.8 °C erwärmt.


wissenslogs.de

Gar nichts ist klar, absolut gar nichts. Was sind 10 Milliarden Tonnen (die nicht messtechnisch erfasst wurden, sondern nur eine Hochrechnung sind) gemessen an dem Gesamten CO2-Haushalt von über 100 Gigatonnen?

Das globale Klima ist durch den Mensch so unbeeinflussbar wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche.

Geologin entdeckt Muster in der langfristigen Klimaentwicklung der Erde
Die Geologin Lorraine Lisiecki von der Universität von Kalifornien in Santa Barbara (UCSB) hat bei der Analyse der letzten 1,2 Millionen Jahre ein Muster entdeckt, das eine Verbindung zwischen den regelmäßigen Änderungen des Erdorbits mit den Veränderungen des Erdklimas herstellt.

Die Studie wird in der dieswöchigen Ausgabe des wissenschaftlichen Journals Nature Geoscience veröffentlicht.

Lisiecki nahm ihre Analyse des Klimas anhand der Untersuchung von Bohrkernen ozeanischer Sedimente vor. Die Bohrkerne stammen von 57 Orten rund um den Globus. Durch die sedimentanalyse sind Wissenschaftler in der Lage, auf das Erdklima von vergangenen Jahrmillionen zu schließen. Lisiecki hat nun diese Klimaaufzeichnungen mit der Geschichte des Erdorbits in Verbindung gebracht.

Es ist bekannt, daß der Erdorbit um die Sonne alle 100.000 Jahre seine Form ein wenig verändert. Die Umlaufbahn wird dann entweder runder oder elliptischer. Die Form der Umlaufbahn wird „Exzentrizität” genannt. Ein damit verundener Aspekt ist der 41.000-Jahre-Zyklus der Neigung der Erdachse.

Vergletscherungen der Erde geschehen ebenfalls alle 100.000 Jahre. Lisiecki hat herausgefunden, daß die Zeitpunkte der Klimaveränderungen mit den Veränderungen der Exzentrizität zusammenfallen. „Die klare Korrelation zwischen den Zeitpunkten der Veränderungen der Umlaufbahn und des Klimas ist ein starker Beweis für eine Verbindung der beiden Veränderungen”, sagte Lisiecki. „Es ist unwahrscheinlich, daß diese Ereignisse nichts miteinander zu tun haben.”


Quelle:

Nature Geoscience

Auf die Erderwärmung haben folgende Faktoren einen erheblichen Einfluss:

- Sonnenaktivität (Sonnenflecken)
- kosmische Strahlung
- Wasserdampf
- Wolkenbildung
- Umlaufbahn der Erde
- Neigung der Erdachse

und, noch nicht mal im Ansatz untersuchte und verstandene Wechselbeziehungen der unterschiedlichen Atmosphärenschichten.


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