Nach der Landtagswahl in NRW, aber ganz sicher während der Fußball-WM, kommt sie, die PKW-Maut. Ist sie doch ein verlockendes Instrument, die leeren Kassen zu füllen.
In den Kaffeepausen des 48. Verkehrsgerichtstages in Goslar hörte man kaum noch Zweifel: Die Maut für Personenwagen wird kommen. Da waren sich die rund 1700 Teilnehmer aus Verkehrsministerien, anderen Behörden, Verbänden, Wissenschaft und Technik einig. Nach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen wird auch das Wahlversprechen der Kanzlerin, keine Pkw-Maut zu wollen, nichts mehr wert sein.
Aus berufenem Munde wurde in Goslar immer wieder darauf hingewiesen, dass allen Dementis zum Trotz im Hintergrund bereits Arbeitsgruppen an den Details feilen. Danach soll die Maut pro Jahr und Personenwagen etwa 100 Euro einbringen, und niemand glaubt mehr an die Zusage, die anderen Abgaben der Autofahrer würden abgebaut, so dass die Gesamtbelastung nicht höher werde.
Quelle:
Aus Quellen, die ich nicht nennen darf, kann ich bestätigen, das Arbeitsgruppen schon seit einiger Zeit entsprechende Konzepte ausarbeiten.
Informationen des Autoklubs zufolge wird nicht nur auf dem Verkehrsgerichtstag über eine Maut diskutiert. Seit geraumer Zeit befasst sich auch eine Kommission der Bundesregierung mit diesem Thema. Zudem will Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Mappus mit aller Macht eine Maut-Initiative auf den Weg bringen.
Quelle:
Was in „Insiderkreisen“ schon lange die „Bundesspatzen“ von den Dächern pfeifen, wird wohl mit einer interessanten, aber absurden, Kampagne demnächst in der Tagespresse erscheinen. Der „mächtige“ ADAC kann allenfalls für eine leichte Kosmetik sorgen.
Im Hintergrund wird nämlich schon gekämpft, wer die Plakette verkaufen darf. Alle Tankstellen, nur ADAC-Geschäftsstellen oder auch Aldi?
Verkaufsmargen von 5 - 12 % werden diskutiert. Ein Millionengeschäft für die Verkaufsstellen.
Wünsche aus Baden-Württemberg"Erst Vignette, dann Maut"
Entgegen aller Beteuerungen aus Berlin wird an der Einführung der Pkw-Maut langfristig kein Weg vorbeiführen. Da ist sich die baden-württembergische CDU sicher. Die Gebühr müsse es allein schon aus Gerechtigkeitsgründen geben, argumentiert Verkehrsexpertin Razavi gegenüber n-tv.de. Bevorzugtes Einstiegsmodell sei eine Vignette. Diese solle pro Jahr "zwischen 80 und 100 Euro" kosten.
Quelle:
Erst eine Vignette und dann wird das bisher für die LKW-Maut verwendete System eingeführt. Dazu wird dann ein Kasten in den PKW eingebaut.
Sie glauben das nicht? Wir werden sehen.
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