Der Fall Tennessee Eisenberg - Eine Hinrichtung? 
Dank einer Nachrichtensperre seitens der Ermittlungsbehörden, war
in den Medien darüber kaum etwas zu lesen.
Was war passiert?


[size=4]Tod im Treppenhaus[/size]

Drei Wochen liegt es nun zurück: Mit 13 Polizeikugeln wurde ein Student in Regensburg
erschossen. Was bleibt, sind Fragen - und die Forderung nach Aufklärung.

Die grauen Turnschuhe, Marke Victory, stehen noch vor der Tür im ersten Stock. Ganz so,
als ob Tennessee Eisenberg irgendwann wieder aus der Tür kommen könnte, in die
Schuhe schlüpfen würde. Doch Tennessee Eisenberg ist tot.

Wohl nur wenige Augenblicke nachdem er das letzte Mal vor die Tür trat - drei
Wochen ist das jetzt her - trafen ihn vermutlich 13 Polizeikugeln. Sechs in die
Arme und Beine, sechs in den Rumpf, davon eine ins Herz. Die Ärzte konnten
nichts mehr tun. Am 30. April um zwölf Uhr starb der 24-Jährige, eine Stunde
nach dieser Schießerei.


Quelle:

Quelle:

Daraus ergeben sich zahlreiche Fragen:

Wie lautete eigentlich der Notruf?
War in diesem Notruf wirklich von "Amoklauf" die Rede, wie dies in der Presse kolportiert wurde?
Mit wem stand die Polizei im Dialog um die örtliche und personale Situation zu klären?
Welche Informationen hatten die uniformierten und zivilen Einsatzkräfte erhalten die zum Tatort führen?
Woher kam die Erkenntnis, Tennessee habe "durchgedreht"?
Welche Informationen hatte die Polizei zum Zeitpunkt des Einsatzbeginns über die Gefährdungslage? Ging die Polizei davon aus, dass Dritte gefährdet seien oder nur Tennessee selbst, ob er mithin sich selbst etwas antun wollte?
Woher hatte die Polizei Informationen zur Wohnungssituation und dazu inwieweit das Anwesen bewohnt war und Anwohner zu Hause?
Gab es einen Einsatzleiter vor Ort? Ordnete dieser eine bestimmte Vorgehensweise an oder erfolgte der Einsatz unkoordiniert?
Waren es demnach lediglich die Polizisten vor Ort, die selbstständig entschieden haben oder gab es eine übergeordnete Einsatzleitung, die das Vorgehen festlegte?
Wurde ein deeskalierendes Vorgehen überhaupt in Erwägung gezogen?
Bildlich gesprochen:
Wie viele Stoppzeichen haben die beteiligten Beamten überfahren, um sich in der Situation wiederzufinden, in der nur noch der "finale Rettungsschuss" übrig blieb?
Wurde ein im Umgang mit einem "verwirrten" Menschen (so der polizeiliche Eindruck laut Bericht der MZ vom 14. Mai 2009) erfahrener Verhandler bzw. Polizeipsychologe herbeigerufen oder ein solcher zum Vorfall hinzugezogen?
Gab es wirklich keine weiteren Handlungsalternativen als den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken?
Warum sollte es glaubhaft sein, dass - vermutlich - acht bis zehn ausgebildete Polizeibeamte mit einem schlank gewachsenen, körperlich feingliedrigen 24-jährigen Studenten nicht anders als durch tödliche Schüsse fertig werden, auch wenn dieser ein Messer hat?
Warum wurde ihm auch in den Rücken geschossen?

Quelle

Markus Lanz hatte am 09.07.2009 den Bruder nebst Vater und Rechtanwalt der Familie in seiner Sendung:

Interview:

Bilder vom Tatort:

Offenbar wurde auch blind durch eine geschlossen Haustür geschossen.

Das Ergebnis einer zweiten Obduktion und auch der balistische
Bericht stehen noch aus.


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